VFF: Gebäude-Sanierung lohnt sich trotz vermeintlich hoher Belastungen für Hauseigentümer

Logo VFFDie Fenster- und Fassadenbranche empfiehlt Hauseigentümern, sich intensiv über Fördermöglichkeiten für die energetische Gebäudesanierung zu informieren. So kontert der Wirtschaftzweig Medienberichten, die im Energiekonzept der Bundesregierung formulierten Gebäude-Modernisierungsmaßnahmen zur CO2-Reduzierung würden zu drastischen Mietsteigerungen und hohen Kosten für Immobilienbesitzer führen. „Sanieren lohnt sich, weil der Staat finanziell hilft, erhebliche Energiekosten eingespart werden und der Substanzwert der Immobilie steigt“, erläutert Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF). Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, Energieeffizienz sei für Mieter und Eigentümer unerschwinglich. Den Investitionen in moderne Energiesparfenster stünden immerhin erhebliche Heizkosten-Einsparungen und ein wirkungsvoller Beitrag zum Klimaschutz gegenüber.

Die Bundesregierung will die Sanierungsquote in Deutschland verdoppeln, um ihre ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen. „Bei Häusern aus den 50er- und 60er-Jahren steht die Sanierung nun sowieso an. Eigentümer erhalten Anreize, ihre Immobilien besonders energieeffizient zu sanieren“, erläutert Tschorn. Die Mehrkosten werden durch staatliche Förderungen vermindert. Die bekannteste ist das Programm „Energieeffizient Sanieren“ der KfW-Förderbank. Sanierer erhalten zinsverbilligte Kredite und Tilgungszuschüsse oder sogar direkte  Barzuschüsse, wenn sie ihre Häuser auf den neuesten energetischen Standard bringen. Fast eine Milliarde Euro soll 2011 dafür bereitstehen: 436 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt und 500 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“, das sich aus Zahlungen der Energiewirtschaft in Folge der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke speist.

Ulrich Tschorn wehrt sich gegen Panikmache und plädiert dafür, Gebäudeeigentümer über Fördermöglichkeiten und die Vorteile einer energetischen Haussanierung aufzuklären.  VFF-Präsident Bernhard Helbing erinnert die Politik daran, dass die KfW-Förderung auch für den Staat ein gutes Geschäft ist. „Jeder Euro Förderung löst private Investitionen von neun Euro aus. Das schafft Arbeitsplätze, schiebt die Konjunktur an und füllt die Steuerkassen“, so Helbing. Alternativ können zudem nach wie vor Arbeitskosten von Handwerkerrechnungen in privaten Haushalten bis maximal 6.000 Euro zu 20 Prozent (1.200 Euro) direkt von der Steuerschuld abgezogen werden.

Im Austausch von alten Fenstern gegen neue steckt großes Potenzial für Einsparungen beim CO2-Ausstoß. Auch finanziell rechnet sich der Tausch. Denn weniger Energieverbrauch bedeutet weniger Kosten. Moderne Fenster halbieren den Energieverbrauch im Vergleich zu alten Verbundfenstern oder unbeschichteten Isolier-glasfenstern. Außerdem sind sie um das fünffache besser als einfachverglaste Fenster, die noch zu Millionen in deutschen Gebäuden vorkommen.

Kontakt: vff@window.de | Verband Fenster + Fassade